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RE: Lemony Snicket - Rätselhafte Ereignisse

in Märchenfilme 19.01.2013 13:37
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

Produktbeschreibungen
Dies ist die Geschichte von den drei Geschwistern Baudelaire, die ihre Eltern bei einem Hausbrand verlieren. Was folgt, ist eine Reihe wirklich betrüblicher Ereignisse: Es beginnt damit, dass die drei ins düstere Haus des Grafen Olaf (Jim Carrey) kommen, einem entfernten Verwandten, der sich als ekliges Scheusal entpuppt und hinter ihrem Vermögen her ist. Aber die Kinder wissen sich zu wehren: Die erfinderische 14jährige Violet (Emily Browning), der schlaue zwölfjährige Bücherwurm Klaus (Liam Aiken) und Baby Sunny (Kara und Shelby Hoffmann) mit den vier scharfen Milchzähnen können Olafs böse Pläne vereiteln.

Nun kommen die Waisenkinder zu ihrem Onkel Monty (Billy Connolly), einem berühmten Schlangenforscher. Aber Olaf gibt nicht auf, und versucht, die Kinder zu entführen. Erneut können sie ihm entkommen und finden Unterschlupf bei Tante Josephine (Meryl Streep), die aus lauter Angst vor einer Explosion niemals ihren Herd anstellt, sich dafür aber furchtlos ihrer Leidenschaft für Grammatik hingibt. Bei ihr fühlen sich die Geschwister zunächst sicher, doch der fiese Graf Olaf hat noch einige Tricks ...

Wenn man Charles Addams, Dr. Suess, Charles Dickens, Edward Gorey und Roald Dahl in eine Landschaft à la Tim Burton versetzt, kommt am Ende sicher so etwas wie Lemony Snicket dabei heraus. Viele Kritiker (mit größtenteils gemischten Ansichten über den Film) fragten sich, weshalb Burton bei dieser komischen und morbiden Adaption der ersten drei Bücher jener populären Buchreihe von Daniel Handler (mit dem Pseudonym 'Lemony Snicket', der hier von Jude Law gespielt wird und nur silhouettenhaft zu sehen ist) statt dem aus dem Fernsehen und aufgrund von Casper bekannten Brad Silberling nicht Regie geführt hat. Dennoch ist vieles in diesem spielerisch düsteren Szenario empfehlenswert, in dem drei aufgeweckte Waisenkinder die Pläne ihres durchgeknallten, bösartigen und geizigen Verwandten Graf Olaf (Jim Carrey) durchkreuzen, der sie einer Reihe von... na ja, unglücklichen Ereignissen aussetzt. Dabei begegnen sie einem Onkel, der sich mit Schlangen beschäftigt (Billy Connolly), einer verängstigten Tante (Meryl Streep), die vor allem Angst hat und einer Vielzahl von fantastischen Gefahren und geheimnisvollen Rätseln, von denen manche ungelöst bleiben. Wenn man die zahllosen Einfälle der Filmausstatter, Kostümdesigner und des Kameramanns betrachtet, erscheint einem Silberlings Regie erstaunlich uninspiriert (in anderen Worten: die Bücher sind besser), aber angesichts eines verschenkten Gastauftritts von Dustin Hoffman, des amüsanten Kommentars von Jude Law und Carreys überzogener Charade stellt der erste Lemony Snicket-Film den viel versprechenden Auftakt einer Filmreihe dar. --Jeff Shannon




Während die Bücher jetzt mindestens dreizehn Bände erreicht haben (sieben habe ich bisher gekauft), dieser Film gründelt auf den ersten drei Bänden. Ich habe ihn folgendermaßen auf amazon bewertet:
4.0 von 5 Sternen mit Freude gesehen, 24. Oktober 2012

Die Bücher, welche Grundlage für diesen Film waren, liegen hier bei mir und warten darauf, gelesen zu werden und weil es diesen Film gibt, habe ich ihn mir noch schnell gekauft, um ihn zu sehen, bevor ich die Bücher gelesen habe. So kann er mich nicht enttäuschen. Und ich glaube, das war eine gute Entscheidung. Nun kann ich sagen, hat mir gefallen und hat mich auf die Bücher neugierig gemacht.
Schön fand ich am Film die märchenartige Verfremdung der Bilder, und mir gefiel die Gestaltung der Erzählereinschübe. Die Handlung selbst war auch überzeugend,wenn auch etwas überstürzt erzählt, aber irgendetwas hatte mir an den drei Geschwistern Baudelaire gefehlt, um mich ganz zu erreichen. Das lag nicht an der Übersetzung, denn ich finde es auch nicht in der englischsprachigen Version. Alle Erwachsenenrollen schienen mir dagegen bestens dargestellt, selbst mit der Umsetzung des Grafen Olaf „konnte ich leben“,Jim Carrey trifft sonst nicht meinen Geschmack .
Fakt ist, die Altersgrenze 6 Jahre ist zu niedrig angesetzt, für Kinder ab 10 Jahre wäre der Film besser zugeordnet, denn ein tückisches Ereignis folgt dem anderen und ständig sind die Kinder in Lebensgefahr – so etwas kennen 6jährige sonst nicht und es ist auch fraglich, ob der ironische Unterton des Erzählten bei ihnen überhaupt ankommt.

Weiß jemand, ob es irgendwann mal Verfilmungen der anderen „Schreckliche-Ereignisse-Bücher“ geben wird, immerhin gibt es noch weitere 10 Bände, das reicht noch für 3 bis4 Filme in dieser Art - und ich würde die mir wohl alle ansehen, jedenfalls bevor ich die Bücher gelesen habe.


Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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