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#1

RE: Die Bücher der Chronika der drei Schwestern

in Erzählfreude-Märchenzauber der E-Buchverlag des Forums 12.09.2011 20:31
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

können nun bei amazon heruntergeladen werden...




welche Viecherei damit verbunden ist - und überhaupt, warum ich mich so intensiv mit Musäus abgebe - das kann man durch klick auf Musäusfan-ny erfahren


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Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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#2

RE: Die Bücher der Chronika der drei Schwestern

in Erzählfreude-Märchenzauber der E-Buchverlag des Forums 01.07.2012 07:41
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

Leider gilt das Werk als gemeinfrei - trotz der Illustrationen und mühseligen Textbearbeitung - und kann deshalb nicht an dem Werbeprogramm teilnehmen, bei dem man die Bücher zeitweise kostenlos stellen kann. Das ist Schade, denn damit könnte ich mehr Aufmerksamkeit für diesen liebenswerten Dicher erzeugen.

zur Zeit steht das Werk im Amazon Bestseller-Rang:
#40.955 Bezahlt in Kindle-Shop (Siehe Top 100 Bezahlt in Kindle-Shop)
Nr. 99 in Kindle-Shop > eBooks > Belletristik > Märchen, Sagen & Legenden


Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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#3

RE: Die Bücher der Chronika der drei Schwestern

in Erzählfreude-Märchenzauber der E-Buchverlag des Forums 06.07.2012 09:56
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

Rezensionen dazu:

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wundersame Geschichte von drei Jungfrauen und ihren überraschenden Vermählungen, 16. Januar 2012
Von Schwyzer Schoggichäfer - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Bücher der Chronika der drei Schwestern (Die schönsten Märchen aus der Sammlung Volksmärchen der Deutschen) (Kindle Edition)
Nun habe ich den guten alten Musäus endgültig wieder entdeckt! Schade, dass es erst zwei seiner Märchen in der bearbeiteten Fassung zu lesen gibt.
Behutsam und gekonnt hat die Herausgeberin die Sprache des alten Meistererzählers in eine leichter lesbare Form gebracht.
Eine rundum gelungene Arbeit, wie die beiden Fassungen der folgenden Passage veranschaulichen mögen.

Originaltext:

Mama bereite indes das Frühstück und als Adelheid dabei fehlte, schickte sie die jüngste Tochte hinaus, zu sehen, wo sie bliebe. Sie ging und kam nicht wieder. Die Mutter ahnte nichts Gutes, wollte sehen, wo ihre Töchter so lange weilten. Sie ging und kam nicht wieder. Papa merkte, was vorgefallen sei, das Herz schlug laut in seiner Brust, er schlich sich auch nach dem Rasenplatze, wo Mutter und Tochter noch immer nach der Adelheid suchten und ängstlich sie beim Namen riefen, er liess seine Stimme gleichfalls weidlich erschallen, wiewohl er wusste, dass alles Rufen und Umsuchen vergeblich war. Sein Weg führte ihn vor dem Rosenbusche vorüber, da sah er was blinken, und wie er's genau betrachtete, waren's zwo goldene Eier, jedes einen Zentner schwer. Nun könnt er nicht länger anstehn, seiner Gemahlin das Abenteuer der Tochter zu offenbaren.
"Schandbarer Seelenverkäufer", rief sie aus, "O Vater! O Mörder! Opferst du um schändlichen Gewinstes willen also dein Fleisch und Blut dem Moloch auf?"
Der Graf, sonst wenig beredsam, machte jetzt seine Apologie aufs beste, und entschuldigte sich mit der dringenden Gefahr seines Lebens. Aber die trostlose Mutter hörte nicht auf, ihm bitterste Vorwürfe zu machen. Er wählte also das souveräne Mittel, allem Wortstreit ein Ende zu machen, er schwieg und liess seine Dame reden, solange sie wollte, brachte indessen die goldenen Eier in Sicherheit, und wälzte sie behutsam vor sich her, legte darauf Wohlstands halber drei Tage lang Familientrauer an und dachte nur darauf, seine vorherige Lebensart wieder zu beginnen.

Von der Herausgeberin bearbeitete Fassung:

Die Mutter bereitete das Frühstück und als Adelheid nicht kam, schickte sie die jüngste Tochter hinaus, zu sehen wo sie bliebe. Sie ging und kam nicht wieder. Die Mutter ahnte nichts Gutes und wollte sehen, wo ihre Töchter so lange blieben. Auch sie kam nicht wieder. Der Graf merkte, was vorgegangen war, das Herz schlug laut in seiner Brust, auch er schlich sich zum Rasenplatz, wo Mutter und Tochter noch immer nach Adelheid suchten und sie ängstlich beim Namen riefen. Er liess seine Stimme gleichfalls erschallen, obwohl er wusste, dass alles Rufen und Suchen vergeblich war. Sein Weg führte ihn am Rosenbusch vorbei, da sah er etwas blinken, und wie er es genau betrachtete, waren das zwei goldene Eier, jedes einen Zentner schwer. Nun musste er seiner Gemahlin den Handel mit der Tochter offenbaren.
"Schändlicher Seelenverkäufer", rief sie aus, "Oh Vater! Oh Mörder! Opferst du um elenden Gewinnes willen dein Fleisch und Blut dem Moloch auf?"
Der Graf, sonst wenig beredsam, verteidigte sich wortreich mit der dringenden Gefahr, in der er sich befunden hatte. Aber die trostlose Mutter hörte nicht auf, ihm die bittersten Vorwürfe zu machen. Er wählte also das bewährte Mittel allem Wortstreit ein Ende zu machen - er schwieg und liess seine Dame reden, solange sie wollte, brachte indessen die goldenen Eier in Sicherheit, und wälzte sie behutsam vor sich her. Dann legte er drei Tage lang Familientrauer an - und dachte in der Zeit schon nach, wie die vorige Lebenart wieder zu beginnen sei.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungen!!!, 20. September 2011
Von Goldelsens Tochter (Spreeathen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Die Bücher der Chronika der drei Schwestern (Die schönsten Märchen aus der Sammlung Volksmärchen der Deutschen) (Kindle Edition)
Wie bei der Richilde schon angekündigt, habe ich mir nun auch die Bearbeitung der Chronika der drei Schwestern heruntergeladen und bin sehr angetan vom Gelesenen. Und Gesehenem - das Sehen bloß nicht vergessen zu erwähnen, schöne, frische Illustrationen von H.W.Hegenbusch - die am PC in Farbe zu betrachten sind.
Ist nicht nur für mich als Märchentante spannend und fließend zu lesen, mich nervt der Stil von J.K.A. Musäus immer etwas und Wilhelm Grimm hatte diesen Stil auch nicht grundlos ekelhaft genannt - weil J.K.A. Musäus von allem zuviel hinein tat, vor allem zuviel von seiner klassischen Bildung.
Bei der Bearbeitung wurde die Ironie erhalten, auch von seiner Gelehrsamkeit ist noch genug vorhanden, um so typisch Musäus zu sein, aber es liest sich jetzt angenehm, ein wunderschönes, parodistisches Märchen ist das jetzt.
Meinen dank dafür an die Herausgeberin und sollte es noch mehr bearbeitete Märchen geben, bin ich wieder dabei...


Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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