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RE: Der Zauber des fernen Königreichs

in Unterschied Volks- und Kunstmärchen 16.06.2006 16:50
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

http://www.zimmermann-skr.gmxhome.de/car...ch-Maerchen.pdf

unter diesem link findet man die überarbeitete Magisterarbeit im Fach neuere deutsche Literatur des Fachbereichs Neuere deutsche Literatur und Kunstwissenschaften der Phillips-Universität Marburg, vorgelegt von Silvia Irina Zimmermann geb. Rada
Vorgestellt wird das Werk von Carmen Sylva,Königin Elisabeth von Rumänien (1843-1916) -

diese Autorin ist selbst schon ein Märchen
lt. Wikipedia:
Carmen Sylva, Pseudonym der Prinzessin Elisabeth Pauline Ottilie Luise zu Wied (* 29. Dezember 1843 auf Schloss Monrepos bei Neuwied am Rhein; † 2. März 1916 in Bukarest), war Königin von Rumänien und Schriftstellerin.

Leben
Elisabeth Pauline Ottilie Luise zu Wied wurde als Tochter des Fürsten Wilhelm Karl Hermann zu Wied-Neuwied und dessen Ehefrau Marie geb. von Nassau-Weilburg geboren. Mit 25 Jahren lernte sie am Hof in Berlin den Offizier Prinz Karl Eitel von Hohenzollern-Sigmaringen kennen und heiratete ihn 1869. Mit ihm hatte sie eine Tochter, die bereits 1874 starb.

1881 ging sie mit ihrem Ehemann nach Rumänien, der dort als Karl I. zum König gekrönt wurde. Sie hatte bereits zuvor zu schreiben begonnen und wurde bald als "dichtende Königin" unter ihrem Pseudonym Carmen Sylva bekannt. In einem sehr frühen Gedicht erklärt sie dies folgendermaßen:

Carmen das Lied und Sylva der Wald.
Von selbst gesungen das Waldlied erschallt.
Und wenn ich nicht am Wald geborenwär',
Dann säng ich die Lieder schon selbst nicht mehr.
Den Vögeln hab' ich sie abgelauscht,
Der Wald hat sie mir zugerauscht,
Vom Herzen tät ich den Schlag dazu,
Mich singen der Wald und das Lied dazu!
Neben ihren eigenen Werken, wie Gedichten, Erzählungen, Märchen und Romanen, übersetzte sie auch aus dem Französischen ins Deutsche (z. B. Pierre Loti).

In Bukarest befreundete sie sich bald mit Mite Kremnitz, die sie 1881 offiziell zur Hofdame und Vorleserin berief. In den Jahren 1885 bis 1886 lernte Carmen Sylva im Hause Kremnitz den Schriftsteller Bruno Wille kennen. Zusammen mit Kremnitz schuf sie unter dem Pseudonym "Dito und Idem" mehrere Werke, u. a. ein historisches Trauerspiel über Anna Boleyn. Carmen Sylva legte bei der Veröffentlichung ihrer Werke großen Wert auf die Ausstattung der Bücher. Die Literaturkritik beurteilte diese, falls überhaupt, sehr zurückhaltend. Einer ihrer Gedichtbände wurde von der Académie Française ausgezeichnet.

Ab 1884 unterhielt sie eine Freundschaft mit Kaiserin Elisabeth von Österreich-Ungarn. Im Sommer 1891 erkrankte Carmen Sylva an einem Nervenleiden, das sie zu einem langen Kuraufenthalt in Pegli, Italien, zwang. Dort machte sie die Bekanntschaft des Komponisten August Bungert, dem sie zeitlebens künstlerisch verbunden blieb. Bungert vertonte zahlreiche ihrer Gedichte. 1893 besuchte sie von Pegli aus ihre Heimat, und im Herbst 1894 kehrte sie nach Bukarest zurück. Ihre Rückkehr war zusammen mit ihrem Hochzeitstag der Anlass eines landesweiten Festaktes.

Als rumänische Königin war sie sozial und auf kulturellem Gebiet aktiv und trug durch ihre Übersetzungen aus dem Rumänischen auch zu einem besseren Verständnis dieses Landes bei.

Begraben liegt sie in Curtea de Argeş (Rumänien). Zwischen dem Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde Eforie Sud, ein Kurort am Schwarzen Meer, nach ihr benannt, er hieß Carmen Sylva.


Werke (in Auswahl)
Sappho, Versepos, 1880
Hammerstein, Versepos, 1880
Stürme, Versepen, 1880
Leidens Erdengang. Ein Märchen-Kreis, 1882
Die Hexe, Versepos, 1882
Ein Gebet, Novelle, 1882
Jehovah, Versepos, 1882
Aus Carmen Sylva's Königreich
Bd. 1: Pelesch-Märchen, 1883
Bd. 2: Durch die Jahrhunderte, 1885
Meine Ruh', Gedichte, 1884
Handzeichnungen. Erzählungen u. Skizzen, 1884
Mein Rhein, Gedichte, 1884
Mein Buch, 1886
Es klopft, Novelle, 1887
Pelesch im Dienst, Märchen, 1888
Deficit, Roman, 1890
Frauenmuth, Theaterstücke, 1890
Handwerkerlieder, Gedichte, 1890
Vom Amboß, Aphorismen, 1890
Heimath, Gedichte, 1891
Meerlieder, Gedichte, 1891
Weihnachtskerzchen von Pallanza, Gedichte, 1891
Meister Manole, Drama, 1892
Um ein paar Stiefelchen, Drama, 1893
Monsieur Hampelmann, Kinderbuch, 1898
Thau, Gedichte, 1900
Märchen einer Königin, 1901
Es ist vollbracht. Das Leben meines Bruders Otto Nicholas, Prinz zu Wied, 1902
Unter der Blume, Gedichte, 1903
Geflüsterte Worte, Essays und Lyrik, 5 Bde., 1903-1920
In der Lunca, rumänische Idylle, 1904
Mein Penatenwinkel, Lebenserinnerungen, 1908
Aus dem Leben. Erzählungen, 1912
]
Gemeinschaftswerke mit Mite Kremnitz
Aus zwei Welten, Briefroman, 1884
Astra, Briefroman, 1886
Anna Boleyn, Historisches Trauerspiel, 1886
Feldpost, Briefroman, 1887
In der Irre, Novellen, 1888
Rache und andere Novellen, Novellen, 1888

Übersetzungen
Rumänische Dichtungen, 1881
Pierre Loti, Islandfischer, 1885
Paul de Saint-Victor, Die beiden Masken, 1899-1900

[ Editiert von Administrator Gemini am 16.06.06 17:13 ]


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