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#1

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 09.07.2005 15:13
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

soll die Möglichkeit gegeben werden, sich über alle Themen des Schreibens auszutauschen und Rat zu geben. Auch können hier Schreiber ihren Stil darstellen, indem aus dem Unterforum Themen für Märchen ein Sujet erwählt wird, das jeder auf seine Weise verarbeitet. Ich könnte mir vorstellen, dass da interessante Varianten entstehen.
Schreiber, die hier im Forum lesen oder gar teilnehmen können hier zu ihren Werken verlinken.
Elfchen hat uns schon eine sehr detailierte Geschichte vorgeschlagen, ich stelle noch ein Thema, dass mich schon lange reizt ein.

liebe Grüße
Gem-ini

[ Editiert von Administrator Gemini am 09.07.05 15:18 ]


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#2

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 09.07.2005 22:22
von Elfe (gelöscht)
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huhu zwilli mal ne kurze frage was ist
ein Sujet das wort was bedeutet das


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#3

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 09.07.2005 23:00
von Gem | 1.284 Beiträge | 1284 Punkte

Gern Elfchen, das Wort Sujet wird mehrfach verwendet,
hier meint es die zentrale Idee, um die sich die Geschichte des Erzählers spinnt, das Thema.

Ganz allgemein ist es das Objekt, welches Gegenstand der künstlerischen Darstellung wird.

Also, wenn Maler eine Seenlandschaft malen wollen, ist die Seenlandschaft das Sujet.


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#4

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 11.07.2005 10:00
von Elfe (gelöscht)
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ah kann das sein das wir das hier auch subjekt nennen .
danke zwilli fuer die erklaerung


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#5

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 11.07.2005 16:20
von Gem | 1.284 Beiträge | 1284 Punkte

nicht ganz Elfchen, ein Subjekt ist ein wahrnehmendes, denkendes Wesen. Du, ich, Myra, wir sind Subjekte

Dann gibt es noch das Objekt, was Sache oder Gegenstand bedeutet, also ist ein Sujet ein Objekt , aber nur, wenn es künstlerisch verarbeitet wird.


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#6

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 12.07.2005 07:37
von Elfe (gelöscht)
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achso mir sind die subjekte nicht die objekte und das sujet ist das wort aus dem kuenstlerischen ich glaub ich hab es jetzt geschnappt danke zwilli

ah genau das hab ich glaub ich immer verwechselt das mit dem objekt und subjekt ich dachte das subjetkt die katze ist und objekt sind gegenstaende und wir irgendwie also nochmal ich bin ein subjekt zwilli ist ein subjekt und die tasse ist ein objekt und die landschaft in einem bild ist ein sujet

hihi danke ich glaub ich habs jetzt


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#7

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 12.07.2005 07:38
von Elfe (gelöscht)
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hm aber was ist die katze oder dem myra sein wolf zum beispiel von den worten da


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#8

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 12.07.2005 11:02
von Gem | 1.284 Beiträge | 1284 Punkte

ja Wölfe können auch ein Sujet sein, wenn über Wölfe ein Kunstwerk gemacht wird ,
stimmt selbst wenn wir jetzt sagen, wir machen ein Märchenwettbewerb um - eine rothaarige junge Frau, wohlgestalt und freundlich muss sie sein- , diese Person ist dann auch das Sujet des Märchens und ist eindeutig ein Subjekt, weil in der Lage, zu denken aber ein Objekt, weil über sie geschrieben wird und wir haben eine neue Märchenkategorie die Märchen von Rothaarigen erfunden, zu den bestehenden Tiermärchen, Feenmärchen ... kommt nun noch Rothaarmärchen

[ Editiert von Gem am 12.07.05 11:06 ]


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#9

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 29.04.2006 15:25
von HolySmokes | 7.719 Beiträge | 7719 Punkte

Schön, sieht es hier aus, fröhlich und viele schöne Farben und Bilder!


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#10

RE: in diesem Unterforum

in Märchenschreiber 06.11.2006 21:49
von juliamax | 4.216 Beiträge | 4216 Punkte

Hier eine kleine Begrüßungsgeschichte extra für Dich Bettina,
auch wenn Dein letztes Zahnweh viellicht schon etwas er ist:






Wie die Zahnputzfee Pirat wurde
von Sylvia Thomas



Missmutig drehte die kleine Zahnputzfee Sybille ihren leuchtenden Zauberstab in der Hand. Bei jeder klitzekleinen Bewegung versprühte er tausend Sterne, so dass die kleine Fee bald von einem undurchdringlichen Sternennebel eingehüllt war. Das schien Sybille nicht zu stören. Sternennebel, Zauberstäbe … pah, wer wollte denn diese Dinge schon haben? Nichts daran war aufregend und abenteuerlich, so wie Sybille es sich in ihren kühnsten Träumen immer vorstellte. Hinzu kam, dass Sybille das Zähneeinsammeln und Geschenke verteilen gar keinen Spaß mehr machte. Wie sollte es auch. Immer öfter lagen unter den dicken Federkissen keine weißen Milchzähnchen, sondern schwarze, faule Zähne. Igitt. Sybille ekelte sich bei dem Gedanken.
Wie gut hatte es da Bakterius, der schwarze Bandit. Er konnte verkleidet in die süßeste Schokolade sein heimtückisches Werk vollbringen. Von ihm erwartete niemand eine Belohnung. Das Resultat seiner Arbeit musste er nicht beseitigen, dafür war die Zahnfee da. Und er war nur schwer zu bekämpfen. Gegen seinen schnittigen Säbel und seine spitzen Hacken halfen nur Bürsten, die die Kinder nicht gern und nicht oft benutzten. Also blieb er letztendlich immer der Sieger.
Eine neue Wolke Sternenglanz umhüllte Sybille. Doch da kam ihr eine Idee. Ganz aufgeregt röteten sich ihre Wangen, die müden Äuglein fingen an zu glänzen. Wie wäre es …? Ja, natürlich!
Sybille sprach mit murmelnder Stimme zu ihrem Zauberstab: „Itzewie, ratzewo, isthaltso, wiesdieerd, sei ein Schwert!“ Und mir einem `Pling` verwandelte sich der sternenwerfende Zauberstab in ein spitzes, glänzendes Schwert. Nur der Schaft erinnerte in gewisser Weise an seine Herkunft. Funkelten da nicht ein paar Sterne, als Sybille das Schwert bewundernd in der Hand drehte?
Noch ein paar für Menschen unhörbare Zauberformeln und Sybille verwandelte sich mit einem `Plong` in einen verwegenen Piraten. Der Wind rauschte durch ihr früher goldenes Haar, das plötzlich wie in Feuer getaucht, rotbaun erstrahlte. Die engen Hosen saßen wie angegossen, die hohen Stiefel mit der großen Schnalle am Schaft blitzen blank. Die schwarze Augenklappe ließ jeden Gegner vor Furcht erstarren. Nur aus der weiten Bluse lugten noch verräterisch zwei durchscheinende, zarte Flügel hervor. Endlich war Sybille zufrieden. Als Pirat wollte sie dem gemeinen Bakterius den Kampf ansagen!
Sie musste Bakterius auch nicht lange suchen. In Bernadettes Mund, einem süßen Schweizer Mädchen, bei dem sie gestern, verzaubert als kleine Ameise, den ersten Zahn abholte und einen Franken daließ, war Bakterius gerade dabei sein zerstörerisches Werk zu tun.
„Nun ist es um dich geschehen, du Bösewicht!“, rief Sybille und sprang elegant von Zahn zu Zahn. Bakterius schaute zuerst verwundert, dann entspann sich ein schrecklicher Kampf, in dem einmal Bakterius, ein andermal Sybille die Oberhand gewann.
In Olgas Mund, einem kleinen Mädchen, das in Russland an einem breiten Fluss wohnte und das Sybille ihren ersten Mäusezahn schon vor vielen Wochen unter das Bett gelegt hatte, schien der Kampf für Sybille verloren, doch bei Tenno in Japan, der bereits seinen dritten Zahn auf das Hausdach geworfen hatte, gewann Sybille wieder die Oberhand und der Kampf schien für nun Bakterius aussichtslos.
So ging es weiter hin und her. Im Mund des polnischen Jozef, dessen Zähne alle gut im Garten vergraben wurden, damit die neuen Zähne gut wuchsen, schien das Gleichgewicht wiederhergestellt. Doch bei James in Nordengland, der seine Zähne immer unter das Kopfkissen legte und es kaum erwarten konnte, welche Überraschung die Zahnfee diesmal für ihn hatte, geriet Sybille in einen Hinterhalt und wurde mit klebrigen Kaugummi an einen faulen Backenzahn gefesselt. Nun konnte sie sich nicht mehr rühren. Ihr glänzendes Schwert fiel ihr aus der Hand, ängstlich erwartete sie Bakterius` grausame Bestrafung.
Dieser rieb sich genüsslich die Hände, stützte sich auf seine Hacke und verhöhnte die arme Sybille. Ihre Tränen fielen auf James Zähnchen, wo sie zu Sternenstaub zerfielen.
Plötzlich bebete der Boden. Es hatte den Anschein, als ob ein ganzes Heer Soldaten im Anmarsch wäre. Verwundert blickte Sybille auf. Der verschreckte Bakterius versuchte sich schnell in seinem eben gehauenen Loch zu verstecken, aber vergebens.
Viele Bosten einer großen Bürste befreiten Sybille aus ihrer Gefangenschaft und zogen Bakterius aus seinem Versteck. Bakterius wütete und schrie, strampelte und wehklagte, aber es half ihm nichts. Gegen James Bürste und der wunderbar fruchtigen Zahnpasta hatte er nichts entgegenzusetzen.
Die befreite Sybille war glücklich, sich wieder in ihre ursprüngliche Gestalt zurück verwandeln zu können. Vorerst war sie gründlich von ihrer Abenteuerlust kuriert. Aber bald, da sie sich nun sicher war, dass die Kinder ihr jederzeit zu Hilfe eilen würden, würde sie bestimmt wieder den Kampf gegen den bösen Bakterius aufnehmen.

[ Editiert von Administrator Gemini am 07.11.06 11:01 ]
Juma, unter eine schöne Erzählung gehört der Hinweis auf den Autor, bzw. die Autorin, das habe ich jetzt nachgeholt
und vielen Dank für das "exta-für-mich-Märchen", dass ich aber gerne an viele Kinder weitergebe (zur Freude ihrer Zahnärzte)


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