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#1

RE: Krabat

in Bücher 12.10.2007 18:19
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

Das vielfach preisgekrönte Buch basiert auf einer sorbischen Sage aus der Lausitzer Gegend.
Der 1923 geborene Autor Otfried Preussler sagt selbst über sein Werk:

"Mein 'Krabat' ist keine Geschichte, die sich nur an junge Leute wendet, und keine Geschichte für ein ausschließlich erwachsenes Publikum. Es ist die Geschichte eines jungen Menschen, der sich mit finsteren Mächten einlässt, von denen er fasziniert ist, bis er erkennt, worauf er sich da eingelassen hat.

Es ist zugleich meine Geschichte, die Geschichte meiner Generation, und es ist die Geschichte aller jungen Leute, die mit der Macht und ihren Verlockungen in Berührung kommen und sich darin verstricken."

Zu einer Großdruckausgabe dieses Buches habe ich in den Bekanntmachungen verlinkt.

Ab dem 2.10. 2008 wird die Verfilmung des Buches in den Kinos zu sehen sein, Titel : Krabat

http://www.krabat-blog.de/blog/der-film/


Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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#2

RE: Krabat

in Bücher 12.10.2007 19:01
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

Der 1916 geborene Sorbe Juri Brezan hatte diese Sage in der Erzählung "Die schwarze Mühle" verarbeitet (zu der ich auch einen link in den Bekanntmachungen gesetzt habe).




Das Thema der Krabat-Legende begleitete ihn durch sein literarisches Schaffen.
Wenn man sich die Rezenssionen auf Amazon ansieht, neigen manche Leute dazu, die beiden Autoren gegeneinander abzuwägen.
Ich selbst haben mich gefreut, zwei Sichten auf eine Thematik lesen zu können von zwei so hochkarätigen Autoren.


Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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#3

RE: Krabat

in Bücher 07.12.2012 17:00
von Gemini | 11.637 Beiträge | 12100 Punkte

Die Krabatsage (Krabatowa powědka)


Krabat wuchs als Stiefsohn armer Eltern in dem Dorf Eutrich (Jitk) am Rande der sorbischen Heide auf. Schon als Kind musste er sich sein Brot als Hirtenjunge selbst verdienen. In den Wintermonaten war er gezwungen sogar betteln zu gehen, so groß war die Not. Als er wieder einmal durchs Land streifte, überraschte ihn die dunkle Nacht und er verlief sich in der Wald- und Teichlandschaft um Hoyerswerda. Nach langer und beschwerlicher Wanderung erreichte er eine Mühle die man auch die "Schwarze Mühle" nannte. Dem Schwarzen Müller und bösen Zauberer gefiel der wissbegierige Krabat und er nahm ihn auf, um ihm das Müllerhandwerk und manches Andere zu lehren. Krabat schien dem Müller ein kluger Bursche zu sein und weil gerade wieder der zwölfte Geselle ein trauriges Ende gefunden hatte, nahm er ihn als Lehrling auf.

Krabat bemerkte sehr schnell, dass der Müller mehr konnte als nur Korn mahlen. Er wurde vom Meister in allerhand Beschwörungen, Formeln und Hexereien eingeweiht und schon bald war der wissbegierige Lehrling seinem Meister in Stärke und Wissen überlegen. Krabat wusste nun, dass ihm der Tod blühte. In der Vergangenheit sind solche ungehorsamen Lehrlinge im Mühlbach ertrunken oder in das Wasserrad gefallen.

Krabat aber kannte einen Schutz gegen die Macht des Zauberers. Die Liebe einer Mutter - dagegen kann kein Zauberer etwas ausrichten.

Krabat reiste schnell nach Hause und weihte seine Mutter ein. Diese war zwar erst entsetzt von der Wandlung ihres Sohnes, willigte aber ein, ihm zu helfen. Krabat wusste, dass ihn der Meister in eine Krähe verwandeln würde und gab der Mutter einen Hinweis.

Als sie die "Schwarze Mühle" erreichte, musste sie mit ansehen, wie der Zaubermeister alle Müllerburschen in zwölf schwarze Raben verwandelt hatte, unter denen sie ihren Sohn erkennen sollte.

Schaffte sie es, waren beide frei, schaffte sie es nicht, war Krabat dem Tod geweiht. Die Mutter erkannte ihn sofort an dem vereinbarten Zeichen (Krabat steckte seinen Kopf unter den linken Flügel) und erlöste ihn.

Der Müller musste beide wohl oder übel ziehen lassen und Krabat floh so schnell, wie nur möglich mit seiner Mutter nach Hause.

Erst später bemerkte der Meister, dass Krabat ihm das Zauberbuch gestohlen hatte. Doch da war es schon zu spät und Krabat war über alle Berge. In seiner Heimat wurde er als guter Zauberer bekannt und trat nach vielerlei Abenteuern dem „Schwarzen Müller“ in einem letzten Kampf gegenüber.


Liebe Grüße
Bettina

Rezitante und Musäusfan-ny
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